Am 18. August fand in der Magdeburger Hegelstraße das Straßenfest zum Abschluss der Christopher Street Day-Aktionswoche statt. Auf diesem waren neben Vertretern vieler anderen Organisationen, Vereine und Parteien auch Mitglieder des Landesarbeitskreises der Lesben und Schwulen in der SPD Sachsen-Anhalt (Schwusos) vertreten. Diese wurden sowohl organisatorisch als auch bei der Betreuung des Infostandes maßgeblich von den Jusos Magdeburg unterstützt, so dass es hier zu einen landesweiten Kooperation verschiedener Gruppen kam.

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Gemeinsamer Infostand der Schwusos und der Jusos

Durch die durchgehende Präsenz vieler junger Leute am Stand gelang es häufig Kontakt zu den Besuchern herzustellen und über die Notwendigkeit der Gleichstellung von Homosexuellen und Transgendern mit heterosexuellen aufzuklären. Tina Rosner, stellvertretende Juso-Stadtvorsitzende, hierzu: „Es ist schön zusehen, wie sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Gleichstellung verschiedener Lebensentwürfe in der Bevölkerung immer weiter durchsetzt. Unsere Gesellschaft ist hier auf einem guten Weg, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Daher werden wir Jusos unser Engagement in diesem Bereich auch zukünftig fortführen."

An diesem Wochenende trafen sich die Jusos Sachsen-Anhalt in Köthen zu ihrer jährlichen Landesdelegiertenkonferenz. Wie zweijährlich üblich, wurde auch dieses Mal ein neuer Landesvorstand gewählt. Die Magdeburger Kandidatin für den stellvertretenden Landet1Tina Rosner auf der LDKsvorsitz, Tina Rosner, erhielt hierbei das beste Einzelergebnis aller KandidatInnen. Von den 51 stimmberechtigten Delegierten erhielt sie 44 Stimmen. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und danke den Jusos für das in mich gesetzte Vertrauen. Diese Stimmzahl ist nicht nur eine Bestätigung meiner bisherigen Tätigkeit, sondern stellt für mich auch einen weiteren Anspruch an meine Arbeit im neuen Landesvorstand dar“ so Tina Rosner. Die Wahl der 6 Delegierten für den Juso-Bundeskongress im November in Halle war für die Magdeburger Delegation ebenfalls erfolgreich. Carlo Reifgerste und Raphaela Spitaler wurden als Delegierte gewählt.

Neben den Personalentscheidungen wurden auch über 60 inhaltliche Anträge besprochen. Der Stadtverband Magdeburg brachte selbst 14 Anträge ein, wovon 13 eine Mehrheit gefunden haben. Insgesamt ist die 11-köpfige Delegation des Stadtverband Magdeburg mit dem Ausgang der LDK mehr als zufrieden.

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Was sind die Gründe des Nahost- Konflikts? Wie stark ist der der Antisemitismus in der deutschen Bevölkerung verankert? Wie funktioniert das Zusammenleben von Juden und Palästinensern in Israel? Diesen und vielen weiteren Fragen stellten sich die Jusos Sachsen- Anhalt am Wochenende vom 30.03- 01.04 2012 in der Wernigeröder Jugendherberge. Neben Jutta Dick von der Moses- Mendelssohn- Akademie konnten auch Florian Eisheuer von der Amadeu- Antonio- Stiftung sowie der Israelexperte Holger Schmidt als Referenten gewonnen werden, die den 22 anwesenden Jusos Rede und Antwort standen.

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Am Samstag den 10. März 2012 organisierten die „Freien Nationalisten aus Anhalt-Bitterfeld und Dessau", um die NPD-Kreisrätin und ehemalige NPD-Landesvorsitzende Karola Holz, wie jedes Jahr einen Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dessaus am 7. März 1945. Nachdem bereits in den letzten Jahren ein Rückgang der beteiligten Rechtsextremisten zu spüren war, wurde der Wert aus dem letzten Jahr dieses Mal erneut unterboten.

Den 120 Neonazis stellte sich das Bündnis „Gelebte Demokratie statt brauner Ungeist" entgegen, welches mit bunten Bühnenprogramm den vielen trotz Regen erschienenen engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor dem Bahnhof das Warten auf die nur zögerlich eintreffenden Rechten erleichterte. Neben dem Musikprogramm gab es Redebeiträge von Vertretern aus Politik und Kultur sowie dem Führer Storch Heinar, welcher es sich nicht nehmen ließ vor Ort persönlich nach dem Rechten zu sehen und sich ein Bild der „nationalen Opposition" zu machen.

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„Der einstmals größte Nazi- Aufmarsch Europas ist zu deren größter Niederlage geworden. Diese Entwicklung wird uns in unserem Engagement gegen andere rechte Aufmärsche bestärken", bilanziert Kai Dethloff, stellvertretender Koordinator des Juso- Landesarbeitskreises „gegen Rechtsextremismus" die Geschehnisse der letzten Woche in Dresden.dd2012

Seit den Neunziger Jahren hat sich der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 für die rechte Szene zunehmend zum wichtigsten Aufmarsch des Jahres entwickelt. Als Reaktion auf diese Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer organisierte sich ein breites Spektrum aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft, die es sich jedes Jahr erneut zum Ziel gesetzt haben, den Trauermarsch der Nazis durch zivilen Ungehorsam zu verhindern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Misserfolgen gelang es in den letzten beiden Jahren den Aufmarsch der Rechten weitestgehend zu stoppen.

Als Reaktion auf diese Niederlagen nahmen die Beschwerden über die Siege der Gegendemonstranten in den rechten Szene- Foren zu, während den Verantwortlichen der Aufmärsche abwechselnd Unfähigkeit, Feigheit oder „Kollaboration mit dem Feind" vorgeworfen wurde und die Anzahl der aufmarschwilligen Neonazis sank von 8.000 im Jahre 2010 auf Null am 18. Februar 2012.Am vergangenen Montag versuchten noch 1.600 Rechte ein letztes Mal die Oberhand zu gewinnen, mussten ihre Route aber derart stark verringern, dass selbst eingefleischte Nazis den 13. Februar 2012 als Niederlage werten mussten.

Aufgrund dieser Niederlagen verzichteten die Rechtsextremen am Samstag auf jegliche Veranstaltungen in Dresden und trotz der Ankündigung Deutschlandweit dezentrale Trauermärsche abzuhalten, ist es zu keinen ernstzunehmenden Aktionen der Rechten gekommen.

So konnten an dem Wochenende mehrere tausend Bürger dem Aufruf des Bündnisses „Dresden Nazifrei" folgen und bei mildem, sonnigen Wetter und bester Stimmung in aller Ruhe in Dresden ein klares Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Rassismus sowie auch gegen den zweifelhaften Umgang der sächsischen Behörden mit der rechtsextremen Gefahr und der Kriminalisierung von Personen, die sich friedlich gegen diese Bedrohung stellen wollen.

„Das Fazit des Tages: Dresden erfolgreich. Dessau- Roßlau, wir kommen!" verspricht Dethloff abschließend.