Am Samstag den 29. September 2012 organisierten die NPD, ihre Jugendorganisation sowie die sogenannten „Freien Kräfte" in Stendal einen Aufmarsch. Seitdem vor zweieinhalb Jahren die „Freien Kräfte“ mit einer stark verkürzten Route daran scheiterten ernsthaft von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, versuchten die Neonazis diesmal anlässlich der Situation um die beiden ehemaligen Sexualstraftäter im Stendaler Ortsteil Insel politisch Kapital zu schlagen.sdl2Gegenveranstaltung der Stadt Stendal zum Naziaufmarsch

Es ist nicht das erste Mal, dass Rechtsextremisten versuchen mit simplen Forderungen nach härteren Strafen - oder sogar der Todesstrafe - für Sexualstraftäter an die Empörung und Rachegelüste in Bezug auf dieses emotionsgeladene Thema anzuknüpfen. Im Ortsteil Insel gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Demonstrationen von Einwohnern, die von Neonazis aus der Region unterstützt wurden.

Am 18. August fand in der Magdeburger Hegelstraße das Straßenfest zum Abschluss der Christopher Street Day-Aktionswoche statt. Auf diesem waren neben Vertretern vieler anderen Organisationen, Vereine und Parteien auch Mitglieder des Landesarbeitskreises der Lesben und Schwulen in der SPD Sachsen-Anhalt (Schwusos) vertreten. Diese wurden sowohl organisatorisch als auch bei der Betreuung des Infostandes maßgeblich von den Jusos Magdeburg unterstützt, so dass es hier zu einen landesweiten Kooperation verschiedener Gruppen kam.

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Gemeinsamer Infostand der Schwusos und der Jusos

Durch die durchgehende Präsenz vieler junger Leute am Stand gelang es häufig Kontakt zu den Besuchern herzustellen und über die Notwendigkeit der Gleichstellung von Homosexuellen und Transgendern mit heterosexuellen aufzuklären. Tina Rosner, stellvertretende Juso-Stadtvorsitzende, hierzu: „Es ist schön zusehen, wie sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Gleichstellung verschiedener Lebensentwürfe in der Bevölkerung immer weiter durchsetzt. Unsere Gesellschaft ist hier auf einem guten Weg, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Daher werden wir Jusos unser Engagement in diesem Bereich auch zukünftig fortführen."

An diesem Wochenende trafen sich die Jusos Sachsen-Anhalt in Köthen zu ihrer jährlichen Landesdelegiertenkonferenz. Wie zweijährlich üblich, wurde auch dieses Mal ein neuer Landesvorstand gewählt. Die Magdeburger Kandidatin für den stellvertretenden Landet1Tina Rosner auf der LDKsvorsitz, Tina Rosner, erhielt hierbei das beste Einzelergebnis aller KandidatInnen. Von den 51 stimmberechtigten Delegierten erhielt sie 44 Stimmen. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und danke den Jusos für das in mich gesetzte Vertrauen. Diese Stimmzahl ist nicht nur eine Bestätigung meiner bisherigen Tätigkeit, sondern stellt für mich auch einen weiteren Anspruch an meine Arbeit im neuen Landesvorstand dar“ so Tina Rosner. Die Wahl der 6 Delegierten für den Juso-Bundeskongress im November in Halle war für die Magdeburger Delegation ebenfalls erfolgreich. Carlo Reifgerste und Raphaela Spitaler wurden als Delegierte gewählt.

Neben den Personalentscheidungen wurden auch über 60 inhaltliche Anträge besprochen. Der Stadtverband Magdeburg brachte selbst 14 Anträge ein, wovon 13 eine Mehrheit gefunden haben. Insgesamt ist die 11-köpfige Delegation des Stadtverband Magdeburg mit dem Ausgang der LDK mehr als zufrieden.

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Was sind die Gründe des Nahost- Konflikts? Wie stark ist der der Antisemitismus in der deutschen Bevölkerung verankert? Wie funktioniert das Zusammenleben von Juden und Palästinensern in Israel? Diesen und vielen weiteren Fragen stellten sich die Jusos Sachsen- Anhalt am Wochenende vom 30.03- 01.04 2012 in der Wernigeröder Jugendherberge. Neben Jutta Dick von der Moses- Mendelssohn- Akademie konnten auch Florian Eisheuer von der Amadeu- Antonio- Stiftung sowie der Israelexperte Holger Schmidt als Referenten gewonnen werden, die den 22 anwesenden Jusos Rede und Antwort standen.

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Am Samstag den 10. März 2012 organisierten die „Freien Nationalisten aus Anhalt-Bitterfeld und Dessau", um die NPD-Kreisrätin und ehemalige NPD-Landesvorsitzende Karola Holz, wie jedes Jahr einen Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dessaus am 7. März 1945. Nachdem bereits in den letzten Jahren ein Rückgang der beteiligten Rechtsextremisten zu spüren war, wurde der Wert aus dem letzten Jahr dieses Mal erneut unterboten.

Den 120 Neonazis stellte sich das Bündnis „Gelebte Demokratie statt brauner Ungeist" entgegen, welches mit bunten Bühnenprogramm den vielen trotz Regen erschienenen engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor dem Bahnhof das Warten auf die nur zögerlich eintreffenden Rechten erleichterte. Neben dem Musikprogramm gab es Redebeiträge von Vertretern aus Politik und Kultur sowie dem Führer Storch Heinar, welcher es sich nicht nehmen ließ vor Ort persönlich nach dem Rechten zu sehen und sich ein Bild der „nationalen Opposition" zu machen.

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