Eigentlich ging es in dem öffentlichen ersten Tagungsordnungspunkt des Sozialausschusses Sachsen-Anhalt um das Thema: „Die Gesellschaftliche Bedrohung durch Rechtsextremismus konsequent bekämpfen“. Viel deutlicher wurde in dieser Diskussion jedoch, wie schwierig es ist, mit Rechtspopulisten zu diskutieren und weshalb diese so schwierig zu stellen sind. Die Schwierigkeit besteht darin, das radikale Denken zu entlarven und die Unschärfe des Gesagten richtig zu deuten.

Dr. Falko Grube mit Pascal Begrich von miteinander e.V.Dr. Falko Grube gemeinsam mit Pascal Begrich: Am Rande der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Integration wurde eine Spende an Miteinander e.V. übergeben. Sie wurden von der SPD-Stadtratsfraktion Magdeburg auf der "Meile der Demokratie 2017“ gesammelt.

Radikales Denken

Wer politisch wie der Rechtspopulist Tillschneider davon ausgeht: „Alles was nicht rechts ist, ist links und alles was nicht links ist, muss rechts sein“, für diesen ist alles, was nicht weiß ist, schwarz. Ganz davon ab, wie traurig die Welt aussehen müsste, wenn wir alle Farben verbannen, so ist diese Sichtweise des politischen Diskurs´, wenn nicht extremistisch, zumindest radikaler Natur. Wer so redet und denkt, spricht von einem „Wir gegen die“ und bekämpft damit alles, was von seiner Position abweicht - mit Meinungsvielfalt, hat das Ganze dann freilich nichts mehr zu tun.

Wie man eine so eine binäre Kodierung des Denkens jedoch leicht aus den Angeln hebt, zeigte der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Falko Grube mit dem Hinweis, dass unser Gesellschaftliches Modell doch wesentlich komplexer ist und dass es zwischen Links und Rechts mindestens noch die Mitte gebe.

Veranstaltung im Hörsaal 6Poggenburg aka „Poggemon Go“, stellt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Dekan der humanwissenschaftlichen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die AfD begibt sich nun in Wildwest-Manier auf einen persönlichen Rachefeldzug gegen Prof. Dick, weil dieser sich mit folgender Botschaft hinter die friedlich protestierenden Studierenden stellte: „Unsere Studierenden zeigen Haltung und Flagge. Darauf bin ich stolz.“ Diesbezüglich möchten wir zwei Dinge klarstellen, erstens stellen wir uns hinter Prof. Dick, der sich vorbildlich verhalten und eingeschritten ist, als es notwendig war und antworten mit einem solidarischen:

„Unser Dekan zeigt Flagge und Haltung. Darauf sind wir stolz.“

Zweitens verstehen wir nicht, wie ein Gastredner auf die Idee kommt, sich bei der Universität über den Dekan zu beschweren, das ist im ungefähren so, als beschwere man sich bei der Brauerei, weil der Gastgeber nicht genug Bier gekauft hat. Um das nochmal festzuhalten, die einzigen die sich hätten beschweren dürfen, wären die Gastgeber der Veranstaltung gewesen, aber die besitzen wohl weder das „Knowhow“, noch die nötige „Courage“ dazu. Ganz unabhängig davon, dass diese Beschwerde auch so mangels Stichhaltigkeit abgeschmettert werden wird.

Wir halten euch über die verzweifelten Versuche der Rechtspopulisten auf dem Laufenden.

Jusos Magdeburg und Juso HSG Magdeburg