Am 1. Mai 2010 versuchten tausende Neonazis in ganz Deutschland den internationalen Tag der Arbeit für ihre rassistischen und nationalistischen Ziele zu missbrauchen. Wie bei anderen Aufmärschen der Rechtsextremisten kam es auch an diesem Tag zu Gegenaktionen zahlreicher Protestbündnisse, bestehend aus Vertretern von Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Verbänden, mit dem Ziel sich den Rechten in den Weg zu stellen. In Berlin kam es zu einer friedlichen Sitzblockade von rund 20 Personen die dem Neonazi-Aufmarsch den Weg versperren wollten. Unter ihnen befand sich der Vizepräsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse.

Im Zusammenhang mit diesem gewaltlosen Zeichen zivilen Ungehorsams wurden gegenüber Wolfgang Thierse völlig überzogene Rücktrittsforderungen, unter anderem von Rainer Wendt, dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, laut. Die Jusos Magdeburg erklären sich hiermit solidarisch mit den couragierten Berliner Blockierern. Dieser lobenswerte Einsatz ist ein Vorbild für alle, die sich friedlich für Demokratie und Toleranz und die Bekämpfung faschistischer Ideologie engagieren.