Der Magdeburger Stadtrat beschloss in seiner letzten Sitzung einstimmig, gegen die Auflagen des Landesverwaltungsamtes Halle (Saale) zu verstoßen. Die Jusos Magdeburg unterstützen dieses Vorgehen. Bei strikter Einhaltung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) wäre die Stadt Magdeburg nicht mehr in der Lage, seine eigenen Schulden abzubauen, welche bis Ende 2011 voraussichtlich etwa 449,7 Mio. Euro (vgl. Haushaltsplan 2011 der Stadt Magdeburg, DS0414/10 Anlage 7) betragen werden. Dieses FAG benachteiligt gut wirtschaftende Kommunen und ist nicht nachvollziehbar.

„Die Absage von Jens Bullerjahn an Magdeburg ist bedauerlich. Es kann nicht sein, dass er die Schulden des Landes Sachsen-Anhalt auf den Schultern der Kommunen abbaut und diesen Vorgang als seinen eigenen Verdienst ausgibt. Wenn die Kommunen am Schuldenabbau beteiligt werden, muss in erster Linie deren Haushalt, insbesondere deren eigener Schuldenabbau sichergestellt sein“, so Robert Willnow, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Magdeburg.