Wie in den vergangenen Jahren organisierte die rechtsextreme „Initiative gegen das Vergessen" um den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 einen Aufmarsch. Nachdem die Nazis im letzten Jahr aufgrund zu starkerMeilenstein HerrenkrugSPD-Meilenstein am Bahnhof Herrenkrug Blockaden kurzfristig an den Rand von Magdeburg verlegt wurden und die Polizei aggressiv gegen die GegendemonstrantInnen vorging, gelobte die Polizeiführung für 2014 Besserung. Um die Nazis nicht nur aus der Innenstadt fern zu halten, sondern das gesamte Stadtgebiet von Magdeburg für die Rechtsextremen zu blockieren, wurde die „Meile der Demokratie" mit sogenannten „Meilensteinen" - Infostände und Kundgebungen von Parteien, Verbänden und Einzelpersonen an sämtlichen Bahnhöfen der Stadt - erweitert.

Die ursprünglich geplante Route der Rechten, beginnend vom Neustädter Bahnhof, konnte so erfolgreich verhindert werden. Auch die Verlegung der Naziroute in den östlich der Elbe gelegenen Teil MBlockade Bf NeustadtBahnhof Neustadtagdeburgs wurde aufgrund von Blockaden abgebrochen. „Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte dazu aufgerufen, sich an den Mahnwachen und Kundgebungen an den Meilensteinen zu beteiligen um ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus zu setzen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger und Gäste haben versucht dieser Aufforderung zu folgen." so Kai Dethloff, stellvertretender Vorsitzende des Juso-Landesarbeitskreis gegen Rechtsextremismus. „Leider wurden die Zusagen der Polizei, friedlichen Protest in Sicht- und Hörweite des Naziaufmarsches sowie den Zugang zu den einzelnen Meilensteinen zu gestatten, gebrochen." So konnte der Aufmarsch von zirka 800 Nazis nach mehrstündiger Verspätung und dem Abtransport mit Bahn in den Süden Magdeburgs bei gleichzeitiger weiträumiger Absperrung für die BürgerInnen, durchgesetzt werden. Die Nicht-Einhaltung der Absprachen zwischen den demokratischen VeranstalterInnen und der Polizeiführung ist für uns kein Fortschritt gegenüber letztem Jahr, wo seitens der Polizei auf Kooperation verzichtet wurde. Ein derartiges Verhalten muss kritisch ausgewertet werden.