Verteilaktion mit der IG MetallVerteilaktion mit der IG MetallUnter dem Motto "Betroffen ist einer – gemeint sind alle" organisiert die IG Metall seit Wochen bundesweit auf Veranstaltungen und in Betrieben Unterschriftenaktionen, um auf die betriebsratsfeindliche Atmosphäre bei Enercon und ihren Tochterunternehmen hinzuweisen. "Die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden der WEA Service Ost in Magdeburg Nils-Holger Böttger ist Teil einer miesen Einschüchterungskampagne gegenüber Betriebsräten und Gewerkschaftsmitglieder" so Kai Dethloff, Vorsitzender der Jusos Magdeburg. Bei den Betriebsratswahlen der WEA Service Ost Ende letzten Jahres beteiligten sich drei Viertel der MitarbeiterInnen. Ein starker Rückhalt für den Betriebsrat um sich unter anderem für mehr Mitbestimmung bei den geplanten Ausgliederung des Aufbaus und einem verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten einzusetzen. "Enercon steht im Ruf nicht an einer angemessenen Mitsprache der ArbeitnehmerInnen an der Konzernpolitik interessiert zu sein. Ein ungewöhnlich rückwärtsgewandtes Weltbild für einen Konzern, der ansonsten Wert auf seine besonders fortschrittliche Technik zur Energiegewinnung setzt. Das demokratisch legitimierte Recht auf Betriebsratswahlen und Mitbestimmung gilt auch für Enercon." so Dethloff weiter.
Bereits bei den Verteilaktionen von Informationsmaterialien vor den Werkstoren der Enercon-Tochtergesellschaften im April gab es Einschüchterungsversuche. Die freiwilligen HelferInnen, darunter auch Jusos, setzten jedoch ihr Recht, Material beim Schichtwechsel an ein- und ausgehende Mitarbeiter zu verteilen, freundlich aber bestimmt durch.

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