Die Jusos und Juso-Hochschulgruppen touren seit dem 1. Juli mit ihrem Bus durch die ganze Bundesrepublik – und machten so auch in Magdeburg halt.
Nachdem der Bus in den letzten Tagen Dessau-Roßlau, Halle, Gräfenhainichen und Möckern besucht hat und die Magdeburger Jusos bei zwei dieser Zwischenstopps den örtlichen Jusos helfen konnten, kam er zum Abschluss seiner Reise durch Sachsen-Anhalt am 15. Juli auch nach Magdeburg.
Hier stand der Bus vormittags auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität, um unter den interessierten Studierenden Informationsmaterial der Kampagne „Zeit. Für dich. Für Gerechtigkeit." der Jusos und der Juso-Hochschulgruppen zu verteilen.jusobusovgu

"Lieber eine Teufelsmauer als Frau Merkel noch auf Dauer" – so der Slogan der Landesdelegiertenkonferenz, zu der sich die Jusos Sachsen-Anhalt am ersten Juni-Wochenende dieses Jahres in Blankenburg getroffen haben.

Fotoldk2013aMagdeburger Delegation

Schon am Freitagabend war ein Großteil der Delegierten anwesend, um mit dem Finanzminister Jens Bullerjahn über die Kürzungspläne der Landesregierung zu diskutieren, auch wenn es hierbei leider zu keiner Einigung im politischen Konflikt kam. Neben der SPD-Landesvorsitzenden Katrin Budde und Sozialminister Norbert Bischoff fielen auch Grußworte der Grünen Jugend, des Vorsitzenden der sächsischen Jusos sowie dem Landratskandidaten Dirk Michelmann und dem Bundestagskandidaten für den Harz, Mario Hennig.

Unter dem Motto: „UNITED WE MAKE HISTORY – SOLIDARITY NOW!" fand vom 9-12. Mai das Workers Youth Festival in Dortmund statt. Jusos, Falken und etliche Jugendorganisationen aus der ganzen Welt sind im Dortmunder Fredenbaumpark zusammengekommen um die 150jährige Geschichte der ArbeiterInnen-Jugendbewegung zu feiern. Insgesamt waren über 3000 Mitglieder der verschiedenen Jugendorganisationen vertreten, darunter auch eine neunköpfige Delegation der Jusos Sachsen-Anhalt.wyfDelegation der Jusos und Falken Sachsen-Anhalt

 

Magdeburg wird „das neue Dresden", so oder so ähnlich waren die Äußerungen vieler Beobachter der rechten Szene in den letzten Monaten. Diese Bezeichnung in Anspielung auf die jahrelang mehr oder weniger erfolgreichen Aufmärsche der Rechten, die sich zwischenzeitig zum größten Naziaufmarsch Europas entwickelt hatten, erwies sich heute als falsch. Gerade einmal 800 Teilnehmer zählte der Aufmarsch der rechtsextremen „Initiative gegen das Vergessen", welche seit Jahren versuchen die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Im letzten Jahr waren noch 1200 Nazis diesem Aufruf gefolgt und 2011 waren es 1000. ostelbien2013Viele Organisationen und Bündnisse haben daher auch dieses Jahr zu vielfältigen und friedlichen Aktionen aufgerufen um die Stadt zu besetzen und deutlich zu machen: Magdeburg ist kein Ort für Neonazis! Durch die „Meile der Demokratie", auf der zahlreiche Organisationen, Vereine und Verbände aus Sport, Kirche, Politik und Kultur sowie Schulen, wurde die Innenstadt für mögliche Nazi-Routen gesperrt. In anderen Teilen Magdeburgs wurden ebenfalls mehrere Aktionen angemeldet.

Am Samstag den 29. September 2012 organisierten die NPD, ihre Jugendorganisation sowie die sogenannten „Freien Kräfte" in Stendal einen Aufmarsch. Seitdem vor zweieinhalb Jahren die „Freien Kräfte“ mit einer stark verkürzten Route daran scheiterten ernsthaft von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, versuchten die Neonazis diesmal anlässlich der Situation um die beiden ehemaligen Sexualstraftäter im Stendaler Ortsteil Insel politisch Kapital zu schlagen.sdl2Gegenveranstaltung der Stadt Stendal zum Naziaufmarsch

Es ist nicht das erste Mal, dass Rechtsextremisten versuchen mit simplen Forderungen nach härteren Strafen - oder sogar der Todesstrafe - für Sexualstraftäter an die Empörung und Rachegelüste in Bezug auf dieses emotionsgeladene Thema anzuknüpfen. Im Ortsteil Insel gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Demonstrationen von Einwohnern, die von Neonazis aus der Region unterstützt wurden.